Der Schlosspark

Das im Jahre 1765 von der Familie Jakobs von Uckermann angelegte Parkareal zählt zu den frühesten landschaftlichen Parkanlagen in Deutschland. Das 21 Hektar große Gelände umgibt das alte Schloss in Bendeleben und wurde im englischen Stil mit barocken Elementen angelegt. Dabei wurden die vorhandenen Bedingungen wie das Quellgebiet und der Baumbestand geschickt genutzt um mit einem System von verschlungenen Wegen und Sichtachsen den Besucher anzuregen.

 

So finden sich bis heute seltene alte Gehölzarten wie Gelbkiefer, Sumpfzypresse und unter anderem eine 300 Jahre alte Buche. Kleine und große Naturfreunde können beim Schlendern durch die Parkanlage eine interessante Tierwelt beobachten, so sind zum Beispiel Graureiher, Fischadler, Eichhörnchen und Waschbären im Park zuhause. Die sieben Fischteiche und das Römische Bad bieten dabei weitere Höhepunkte und tragen zur spannenden Raumaufteilung des Parks bei. Bemerkenswert ist auch die gut erhaltene Parkeinfriedung, eine etwa drei Meter hohe Sandsteinmauer.

 

Das Schloss wurde 1763 bis 1768 auf den Grundmauern einer älteren Wasserburg im Auftrag von Johann Jakob von Uckermann errichtet. Im Jahr 1849 ging der Besitz in die Familie Wilhelm von Krause aus Braunschweig über, welche 1860 das Neue Schloss als zweigeschossigen Massivbau in Bendeleben errichten lies. Bis Ende des Zweiten Weltkriegs bewohnte die Familie von Krause das Schloss, danach ging es in eine Treuhandeinrichtung über.

Heute wird das Schloss als Altenheim genutzt und kann aus Rücksicht auf die alten Bewohner nur noch von außen besichtigt werden.